Arthus aus dem Tierheim

 

Und das ist Arthus. Ein sehr plauschiger irgendwas-Mischling in weiß-wildfarben.grau-schwarz-braun… bei ihm ist eben alles dabei!

Er stammt von einem Unfallwurf und ist ihm Tierheim zur Welt gekommen. Wer der Papa ist, das weiß man nicht. Jedenfalls hat Arthus recht langes und flauschiges Fell.

 

Ein Tier aus dem Tierheim

 

Selbst heute haben Tierheimtiere noch den Ruf, entweder schwer zu handhaben oder scheu zu sein. Das ist leider in viele Fällen sogar richtig. Arthus ist ein Angsthase ohne gleichen: er will nicht hochgenommen werden, er mag nicht gestreichelt werden, ich darf ihm nicht ans Fell. Und da kommt es schon zu kleinen Konflikten: seine Haarpracht muss wenigstens einmal im Jahr gekürzt werden.

 

Wie kommt ein Tier ins Tierheim

 

Gerade Kleintiere werden oft aus Bequemlichkeit abgegeben. Der Umzug in eine neue Wohnung, wo die Tiere nicht mitdürfen. Oder man hat sich verschätzt, wieviel Arbeit Kaninchen & Co machen; die Kinder wollen sie nicht mehr drum kümmern oder es fehlt am Geld. Vielleicht haben sich die Tiere auch „wie die Kanickel vermehrt“, weil man im Zoofachgeschäft falsch beraten wurde. Es gibt viele Gründe für Besitzer, ihre Tiere abzugeben. Leider werden die Tiere dannv oft vorm Tierheim ausgesetzt oder abgestellt. Die Mitarbeiter des Tierheims wissen dann natürlich nichts von der Vorgeschichte. Und es passiert leider auch nicht zu selten, dass die Tiere zwar vermittelt werden, dann aber wieder zurück ins Tierheim kommen.

 

Tiere aus dem Zoogeschäft

 

Oft sind Tierheimtiere verschüchtert und nicht so leicht zu zähmen (Außnahmen bestätigen die Regel); dennoch bietet das Zoggeschäft nicht unbedingt eine bessere Alternative. Auch im Tierheim finden sich oft exotische Ausnahmen und zumindest können sie hier davon ausgehen, dass die (männlichen Tiere) kastriert sind und alle komplett geimpft sind. Nicht in jedem Zoggeschäft wird darauf geachtet. Gerne sitzen dort auch kleine Kerle und junge Mädels zusammen. Sie handeln sich dann unter Umständen eine trächtige Dame ein.

Und noch gut zu wissen: im Zoggeschäft helfen sie keinem Tier, wenn sie es kaufen. Je mehr verkauft werden, umso mehr Kaninchen werden gezüchtet. Und umso schlimmer wird die Situation dann in Tierheimen.

 

Besser: Tierheim oder Nothilfen

 

Ich kann ihnen nur ans Herz legen, einen süßen Racker aus dem Tierheim bei sich aufzunehmen: Übrigens, ein kleines Plus fürs Tierheim: geimpft, kastriert und gepflegt, und mit guter Beratung und „Umtauschmöglichkeit“ sind die Tiere dort meistens günstiger, als im Zoggeschäft. Denn im Tierheim möchte niemand an den Tieren verdienen.

Also schauen sie sich mal im Tierheim um, oder bei den zahlreichen Notstationen und im Internet (z.B. www.kaninchentreff.de).