Charly und alternative Einstreu

 

Und das ist der zweite im Bunde. Charly, ein Kleinwidder in Feh. Die Namen hab ich mir übrigens nicht selbst ausgedacht! Sondern mit adoptiert. „Die dreisten drei“ hören nämlich – naja mehr oder weniger auf Namen.

 

Der zickige Charly

Streicheln – naja, das kann man ihn, wenn er grad mal Laune hat. Hochnehmen: niemals! Dann fängt er gerne mal an zu Zwicken und zu Beißen! Intelligent wie Kaninchen sind, natürlich direkt in den Bauch (also in meinen!). Charly ist sehr zurückhaltend, für ein Leckerli kommt er auch mal ans Gitter. Wenn er Auslauf hat, versteckt er sich am liebsten.

 

Das Problem mit der Einstreu

Die meisten Kleintierhalter benutzen Holzflocken als Einstreu. Wenn sie wenige Tiere halten, ist das durchaus zu empfehlen. Kaninchen haben nur eine Unart: Buddeln und Scharren. Die Hälfte der Einstreu findet sich dann meistens im Zimmer wieder. Eine Alternative ist Holzstreu (Baumarkt, Zooladen oder Drogerie). Die besteht aus Pellets und ist schwerer und saugt wesentlich besser (es wird weniger benötigt). Während das Holzspäne beim einstreuen oft ganz schön stauben, gibt es bei den Holzpellets kaum Probleme. Allerdings bei sehr buddelwütigen Ninchen zerfallen die Pellets in feines Sägemehl – und das staubt dann schon.

Dann gibt es noch Hanfpellets, die stauben weniger als Holzpellets, saugen etwa gleichgut. Kosten aber leider ein Vielfaches.

 

Die Einstreu-Alternative: Hanfmatten

Meine Alternative: Hanfmatten. Die sind zwar auch recht teuer (der halbe Quadratmeter etwa 10 Euro, bei zooplus oder gut sortierten Zooläden erhältlich), aber halten auch recht lang. Die Kaninchen erziehen sich dann selbst zu Stubenreinheit und benutzen nur noch das Kaninchenklo – naja, meistens. Die Hanfmatten können etwa ein bis zwei Wochen im Käfig oder Gehege bleiben. Je nachdem wie groß die Nagelust und Treffsicherheit beim Pinkeln ist. Selbst wenn mal ein Malheur daneben geht, riechen die Matten nicht. Anfangs braucht es ein bisschen, bis die Tiere die Matten akzeptieren. Gerne buddeln sie sich auch mal Kulen. Es empfiehlt sich, unter den Matten eine dünne Schicht Einstreu zu geben.

 

Weniger Schnupfen, weniger Staub

Gerade Charly hatte ab und an Schnupfen durch den Staub der Holzpellets. Der ist nun nahezu verschwunden. Außerdem bildeten sich bei Charly am Hals oft Haarknoten und Verklebungen. Mit den Hanfmatten kommt sowas überhaupt nicht mehr vor. Also absolut empfehlenswert.

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