Kaninchen im Fellwechsel

So sieht ein Angora-Mischling aus, wenn er frisch rasiert ist! Ich gebe zu… Frisör hätte ich nicht werden sollen! Etwa einmal im Jahr ist Arthus dran, meistens im Frühjahr. Dann kommt das lange Fell runter. Dazu benutze ich eine Frisörschere. Die sind nicht weiter teuer, schneiden aber viel besser und ersparen den Tieren Schmerzen, wenn es sonst ziept. 

 

Fellwechsel

Kaninchen wechseln zweimal im Jahr das Fell, einmal im Frühjahr, einmal im Herbst. Das kann eine sehr haarige Angelegenheit werden. Um das Tier zu unterstützen, helfen ausgedehnte Streicheleinheiten, am besten noch mit einer weichen Bürste oder einem Noppenhandschuh. Die Haare können an den eigenen Klamotten gerne mal nerven; meist hilft es, mit leicht angefeuchteten Händen über die Sachen zu streichen.

 

Wann selber schneiden?

Bei Kurzhaarkaninchen braucht man eigentlich nie zur Schere greifen. Außer, Stellen am Fell sind verklebt. Auch bei Langhaarkaninchen sollte man die Tiere nicht ständig mit einer neuen Frisur beglücken; schließlich haben die Tiere nicht mehr als das eine Fell am Leibe. Das Fell am besten nur schneiden, wenn es auch warm genug ist und die Tiere auf keinen Fall waschen oder baden!

 

Wie selber schneiden?

Vor allem am Hals ganz besonders vorsichtig schneiden, das Tier kann jederzeit erschrecken oder zucken, dann darf man natürlich nicht abrutschen. Mein Arthus ist immer sehr ungeduldig und mag die Schere überhaupt nicht. Generell macht ihm ein „Trimmgerät“ wie man es für einen Igelschnitt benutzt, nichts aus. Aber: die Geräte funktionieren bei Arthus dicken Fell gar nicht. Solche kleinen Maschinchen kann ich also nicht empfehlen – stattdessen lieber eine scharfe Schere.

 

Nach der Schur

Und nach der Schur sollte die Wackelnase unbedingt ein Leckerli bekommen – das ganze kann immerhin gut und gerne eine Stunde oder mehr dauern.

 

Was mit dem Fell tun?

Es gibt in Deutschland Wollfarmen, die Kaninchenfell verarbeiten. Man kann sein eigenes Fell dort auch abliefern. Allerdings lohnt sich eine Verarbeitung erst ab mehreren Kilo Fell. Die Angorawolle ist sehr wertvoll, der liegt zwischen mehreren Euro bis zu ein paar zig Euro pro Kilo. Die Angorazucht zur Wollgewinnung ist aber kein erträgliches Geschäft. Nur das Geschäft über die fertigen Endprodukte lohnt sich.

Bei sehr kuschelbedürftigen Kaninchen kann man das geschorene Fell auch in den Käfig legen. Vor allem Weibchen verwenden es vielleicht sogar für ein kuscheliges Nest.

 

Links:

http://www.satinangora.de/wolle.html

Eine sehr interessante Seite über Angoras und die „professionelle“ Fellgewinnung.

 

http://www.angora.de/60_100.html

Eine zwar etwas alte, aber auch interessante Seite. Den Hersteller hab ich mal auf einem Weihnachtsmarkt gesehen.